Es vergeht keine Sitzung des Ortsrates, in der nicht über den Sprötzer Friedhof diskutiert wird.
Als eine Wildsau in der Nähe des Ortes gesichtet wurde, standen sofort Mittel für eine hochmoderne schweinefeindliche Umzäunung des Totenackers bereit.
Forderungen wie: “Es wurden auch schon Düsenjäger in der Nähe gesehen, wir brauchen eine flugzeugabsturzsichere Verbunkerung” wurden hingegen als Unfug abgetan.
Wie sehr die Verblichenen im Mittelpunkt des Sprötzer Dorflebens stehen, wird an dieser zentralen Wegweiserversammlung deutlich.
Dabei fällt mir die:
Allgemeine Verwaltungsvorschrift
zur Straßenverkehrs-Ordnung (VwV-StVO)
ein. Dort findet man Passagen wie:
Die Wegweisung soll den ortsunkundigen Verkehrsteilnehmer über ausreichend leistungsfähige Straßen zügig, sicher und kontinuierlich leiten.
Allgemeines über Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen:
35 a) Am gleichen Pfosten oder sonst unmittelbar über oder nebeneinander dürfen nicht mehr als drei Verkehrszeichen angebracht werden. [...]
In einem Rundschreiben des Bundes-Verkehrsministeriums wird ausdrücklich auf "das rechtzeitige Erkennen, Lesen und Umsetzen" hingewiesen und dass eine "Überfrachtung" vermieden werden soll.